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Digital Detox im Corona-Lockdown – und was davon geblieben ist

Herwart Wermescher Zuletzt aktualisiert: 31. Mai 2026 2 Min. Lesezeit
Digital Detox im Corona-Lockdown – und was davon geblieben ist

Erinnerst Du Dich, wie sich der erste Lockdown angefühlt hat? Plötzlich lief fast alles über einen Bildschirm: Arbeit, Schule, Einkauf, der Kontakt zu Familie und Freunden. Im Rückblick war diese Zeit ein unfreiwilliges Großexperiment – und es hat ziemlich deutlich gezeigt, wie sehr unser Alltag am Display hängt.

Der Lockdown als unfreiwilliges Experiment

Niemand hätte freiwillig getestet, was passiert, wenn das halbe Leben in den Bildschirm wandert. Genau das ist 2020 und 2021 aber passiert. Homeoffice, Homeschooling, Videocalls statt Treffen – die Grenze zwischen „online für die Arbeit” und „online aus Gewohnheit” verschwamm fast vollständig. Für viele wurde das Smartphone zum einzigen Fenster nach draußen.

Was die Bildschirmzeit über uns verraten hat

Die Zahlen aus dieser Zeit waren eindrücklich. Laut dem Media Nations Report 2021 der britischen Medienaufsicht Ofcom verbrachten Erwachsene im Vereinigten Königreich auf dem Höhepunkt fast ein Drittel ihrer wachen Zeit vor einem Bildschirm. Die Forschung zu den Nebenwirkungen gibt es längst: Sie reicht von überanstrengten Augen über schlechteren Schlaf bis zu Konzentrationsproblemen. Der Lockdown hat diese Effekte nur unter dem Brennglas gezeigt – schneller und für mehr Menschen gleichzeitig als je zuvor.

Was nach dem Lockdown geblieben ist

Das Eigentliche ist: Viele dieser Gewohnheiten sind geblieben. Das Handy liegt morgens noch immer neben dem Kopfkissen, das Homeoffice hat die ständige Erreichbarkeit normalisiert, und der Reflex, jede Leerlaufsekunde mit Scrollen zu füllen, hat sich tief eingegraben. Die Krise ist vorbei – das Nutzungsmuster nicht. Gerade Familien spüren das: Was während des Homeschoolings als Notlösung begann, ist bei vielen Kindern und Jugendlichen zur Dauernutzung geworden (mehr dazu in Digital Detox für Kinder).

Die Lektion, die bis heute gilt

Und genau hier liegt der bleibende Wert: Du musst nicht auf den nächsten Ausnahmezustand warten, um etwas zu ändern. Jede Phase, in der das Display zu viel Raum einnimmt – ein dunkler Winter, eine stressige Homeoffice-Woche, ein verregnetes Wochenende –, ist eine gute Gelegenheit für einen bewussten digitalen Schnitt.

Digital Detox bringt nachweislich eine ganze Reihe von Vorteilen: weniger Stress und Ängste, besseren Schlaf, mehr Konzentration und echtere Beziehungen. Und es muss weder extrem noch teuer sein. Wenn Du nicht sicher bist, was Digital Detox überhaupt umfasst, fang mit Was ist Digital Detox? an. Und damit der Vorsatz nicht schon nach drei Tagen kippt, helfen Dir diese 10 Tricks zum Durchhalten.

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